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Ausschlüsse werden die Klimakrise nicht lösen

12 September 2022

Von Paul Malpas, ESG Leader at Nordea AM

Wir stehen derzeit am Anfang einer großen Migration in eine umweltfreundlichere Welt – wobei öffentliche und private Organisationen hart daran arbeiten, von der fossilen Energieerzeugung und -nutzung zu erneuerbaren Quellen überzugehen. Während diese Entwicklung an Dynamik gewinnt, entstehen neue Ökosysteme und innovative Technologien.

Viele Unternehmen hinken jedoch immer noch im grünen Wandel zurück, insbesondere jene starken CO2-Emittenten, die für einen beträchtlichen Teil des weltweiten Umweltproblems verantwortlich sind. Diese Unternehmen sehen sich nach wie vor mit bedeutenden fundamentalen und ökologischen Risiken konfrontiert.

Angesichts des zunehmenden Klimabewusstseins in den letzten Jahren haben wir eine erhebliche Kapitalflucht aus Unternehmen mit hohen Emissionen erlebt. Die wachsende Bedeutung von ESG hat bei diesem Exodus von Investoren einen Schlüsselfaktor dargestellt, da die Vermögensverwalter danach streben, starke Nachhaltigkeitsreferenzen zu demonstrieren.

Unserer Ansicht nach ist es jedoch nicht der richtige Ansatz für Anleger, sich einfach von den emissionsstarken Aktien und Sektoren abzuwenden. Es wird zwar immer Unternehmen geben, die zu vermeiden sind – und zwar solche, bei denen eine vollständige Neuerfindung des Geschäftsmodells erforderlich ist –, aber es gibt auch eine Vielzahl von Unternehmen, die nur einen Schubs in die richtige Richtung brauchen.

Es wird zwar immer Unternehmen geben, die zu vermeiden sind – und zwar solche, bei denen eine vollständige Neuerfindung des Geschäftsmodells erforderlich ist –, aber es gibt auch eine Vielzahl von Unternehmen, die nur einen Schubs in die richtige Richtung brauchen. Das Fachwissen, das Kapitalallokatoren den Unternehmen vermitteln können, ist bei den Bemühungen zur Eindämmung realer Emissionen von unschätzbarem Wert.

Darüber hinaus notieren viele Nachzügler im Umweltbereich derzeit zu historisch günstigen Bewertungen. Indem man intensive Emittenten in den kommenden Jahren bei der Dekarbonisierung unterstützt, kann man somit immenses Wertepotenzial freisetzen.

Dekarbonisierung erfordert Zusammenarbeit und Handeln

Um bedeutende Veränderungen durch das Engagement mit Unternehmen zu bewirken, sind wir der Ansicht, dass den Investoren am besten dadurch gedient wird, dass sie sich auf fünf primäre Nachhaltigkeitsfaktoren konzentrieren. Es überrascht nicht, dass der erste Fokus auf den Treibhausgasemissionen liegt, die der stärkste Treiber der globalen Erwärmung sind. Wenn ein großer CO2-Emittent seinen zukünftigen Emissionsverlauf nicht an ein Szenario unter 2 Grad Celsius anpasst, wird er weiterhin stark erhöhten regulatorischen, umweltbezogenen und Reputationsrisiken ausgesetzt sein. Dies wird seine Kosten und sein Risikoprofil wahrscheinlich erhöhen.

Da die wirtschaftliche Produktion erhebliche Energieeinspeisung erfordert, ist Energiemanagement für einen erfolgreichen Klimaschutz von entscheidender Bedeutung. Mit dem Anstieg der Preise für nicht erneuerbare Energien und der Einführung von CO2-Bepreisung, ist das Klima ein materieller finanzieller Faktor geworden – insbesondere in energieintensiven Sektoren wie dem verarbeitenden Gewerbe. Durch Engagement ist es möglich, Unternehmen bei der Verbesserung der Energieeffizienz und der Diversifizierung von Energieressourcen zu unterstützen. Dies kann die Belastung durch volatile Energiekosten verringern, die Treibhausgasemissionen und Kosten reduzieren und die Zuverlässigkeit der gesamten Energieversorgung verbessern.

Die Wasser- und Abfallbewirtschaftung ist ein weiteres wichtiges Thema. Die begrenzten globalen Ressourcen können die wachsende Nachfrage nicht decken. Dies schafft für Unternehmen, die stark von natürlichen Rohstoffen abhängig sind, langfristige Unsicherheit. Wasserbezogene Investitionen und Verbesserungen bei der Wassereffizienz können das Risiko höherer Betriebskosten oder Engpässe verringern. Indem wir die Einführung von Kreislaufmodellen vorantreiben, können wir helfen, der wachsenden Knappheit natürlicher Ressourcen und den zunehmend sichtbaren Umweltkosten der Ressourcenproduktion und Abfallerzeugung zu begegnen.

In ähnlicher Weise benötigen Unternehmen Leitlinien für das Management natürlicher Ressourcen. Dazu gehören die Verwendung recycelter und nachwachsender Materialien, die Reduzierung des Einsatzes wichtiger Rohstoffe und die Maximierung der Ressourceneffizienz in der Fertigung. Investitionen in Erforschung und Entwicklung von Ersatzmaterialien sind von entscheidender Bedeutung, wenn wir aufhören wollen, die Gesundheit von Ökosystemen durch Raubbau zu schädigen.

Und schließlich müssen die Management-Teams der Unternehmen bereit sein, ihr Business neu zu positionieren, um den Übergangs- und physischen Risiken des Klimawandels standhalten zu können. Unserer Ansicht nach wird eine nachhaltige langfristige Wertschöpfung fast unmöglich sein, wenn Unternehmen nicht auf die permanente Migration zu einer kohlenstoffarmen und auf das Klima ausgerichteten Wirtschaft reagieren.

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